Bildsicherung


Hört man sich unter befreundeten Fotografen zum Thema Bildsicherung bzw. Datensicherung um, merkt man schnell, dass dieses Thema von vielen immer noch sehr stiefmütterlich typisches NAS-Aufwerk von QNAPbehandelt wird. Dabei war es zu Analogzeiten bereits bei professionellen Fotografen sehr verbreitet, zusätzlich zu den Originalen, eine Kopie eines Dias außerhalb der eigenen vier Wände zu deponieren. Dies war mit einer unmenge an Arbeit verbunden, umso verwunderlicher ist es, dass im heutigen digitalen Zeitalter häufig darauf verzichtet wird. Dabei sind die Gefahren ja nicht gerade weniger geworden. Galt es früher sich vor Diebstahl, Feuer oder Elementarschäden zu schützen, so sind heute Schäden durch Hardwareausfall, Computervieren oder Hackerangriffen an der Tagesordnung. Aber wie sichert man sich efektiv ab, gibt es eine hundertprozentige Sicherheit?

Durch die immens gewachsenen Datenvolumen nicht nur in der digitalen Fotografie, macht eine Sicherung der Daten aus meiner Sicht nur auf einem magnetischen Datenträger wie einer Festplatte einen Sinn. Zum einen sind sie von der Speicherkapazität als auch vom finanziellen Aufwand her am besten geeignet. Zwar haben auch die optischen Datenträger durch neue Formate (Blu-ray mit 100GB) ihre Kapazität immer weiter gesteigert, aber der Kostenaufwand ist entsprechend hoch. Man sollte außerdem den hohen Anspruch dieser Medien an die Lagerung nicht vergessen, ansonsten droht schon nach kurzer Zeit Datenverlust, da sich die Datenträger nicht mehr lesen lassen.

Mein Weg

Ich möchte hier nur kurz und knapp meinen Weg zu einer möglichst hohen Sicherheit erläutern. Ich importiere meine Bilddateien mit der Software Adobe Lightroom von der Speicherkarte auf ein NAS-Laufwerk mit Raid-Funktion. Der hier vorhandene Speicherplatz wird also auf einem weiteren Datenträger innerhalb des NAS-Laufwerks automatisch gespiegelt. Fällt eine Festplatte durch einen mechanischen Defekt aus, bleiben die Daten auf dem Mirror-Laufwerk erhalten. In einem solchen Fall muss also lediglich die defekte Platte getauscht werden.

Beachten muss man aber, dass jede Änderung der Originaldatei auch die Änderung der Kopie auf dem gespiegelten Laufwerk zur Folge hat. Wenn ich also versehentlich eine Datei lösche oder bearbeite, erfolgt diese Änderung immer auf beiden Laufwerken. Vereinfacht kann man sagen, dass lediglich die Verfügbarkeit der Daten erhöht wird, nicht aber deren Sicherheit.

FreeFileSyncWeiter muss bedacht werden, dass die Daten auch weiterhin durch Diebstahl, Feuer oder Blitz verloren gehen können. Um auch den Datenverlust durch diese Fälle mehr oder weniger auszuschliessen, ist ein Backup auf einen weiteren Datenträger unumgänglich. Für die Backups besitze ich zwei externe USB 3.0 Festplatten, eine lagert außerhalb meines Haushaltes, die andere ist mit meinem PC verbunden. Auf dieser führe ich in unregelmäßigen Abständen mit Hilfe der Freeware FreeFileSync inkrementelle Backups durch, es werden also nur die neuen und die geänderten Dateien auf das Laufwerk geschrieben, dadurch wird eine menge Zeit gespart. Das externe Laufwerk tausche ich dann regelmäßig mit dem außer Haus gelagerten aus, so das im Falle eines Falles lediglich die Bilder aus dem Zeitraum des letzten Tausches verloren gehen.

Fazit

Der zeitliche Aufwand ist mehr als überschaubar, der finanzielle dagegen ist schon recht hoch - was ist aber schon billig an dem Hobby Fotografie? Ich denke die Bilder und die damit verbundenen Erinnerungen sollten es Wert sein. Die Anfangs erwähnte hundertprozentige Sicherheit ist zwar nicht erreicht, aber man ist schon nah dran.

Für alle die sich jetzt fragen ob ich zusätzlich zum Gürtel auch noch Hosenträger trage - nein, mache ich nicht!